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Der Wettbewerb

Ziele, Jury, Auslober  …………………………………………………………………………………………………………….

Der LEG-Preis wird ausdrücklich als interdisziplinärer Nachwuchswettbewerb ausgelobt und richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Architektur, Stadt- und Raumplanung, Landschafts- und Umweltplanung, Geographie, Soziologie und Immobilienwirtschaft oder verwandte Disziplinen.

Der LEG-Preis wird bereits seit 46 Jahren an herausragende Arbeiten des studentischen Nachwuchses vergeben.

legtuerkisZielsetzung des Wettbewerbs

Wie kann Wohnungsbau zu einer Integration der neuen Nachbarn beitragen? …………………………………………………………………………………………………………….

Der LEG-Preis 2016 hat die angemessene Unterkunft und Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive zum Thema. Was kommt nach der Erstunterbringung/Notunterkunft? Gesucht werden integrative Wohnkonzepte für diese Flüchtlinge: Wie können städtebauliche Konzepte und wohnungsbezogene Lösungen aussehen, die ein gutes Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen in einem Quartier ermöglichen? Wie können diese neuen Nachbarschaften entwickelt werden? Wie kann Quartiersentwicklung, wie kann Wohnungs- und Städtebau zu einer erfolgreichen Integration der neuen Nachbarn beitragen? Welche Parameter zeichnet im Fall einer zentralen Unterbringung eine Unterkunft aus, die als mittelfristiger Wohnort von den Zuwanderern angenommen wird? Wie sind Funktionsbereiche innerhalb der Unterkunft reps. im Quartier auszugestalten? Welche begleitenden Maßnahmen sind für eine gelingende Integration erforderlich? Wie kann ein solcher Standort ein Ort der Begegnung werden? All dies sind Fragen, die im Rahmen kommunaler Integrationskonzepte resp. integrativer Wohnkonzepte berührt werden. Über allem schwebt die gesellschaftspolitische Frage: Wie genau funktioniert hier „Fordern & Fördern“? Was muss den Zuwanderern angeboten werden, was von ihnen gefordert werden, damit Integration gelingt?

legtuerkisAufgabenstellung

………………………………………………………………………………………………………….   Der LEG-Preis 2016 sucht integrative Wohnkonzepte an zwei Standorten, die aus Flüchtlingen neue Nachbarn machen. Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmenden ist es, ein integriertes Quartiers- und Handlungskonzept zu entwickeln, das vier Bausteine beinhalten sollte:

  • Integriertes Quartierskonzept und Standortqualifizierung
  • Flexible kostengünstige Wohnkonzepte unter Berücksichtigung des Bestands
  • Vom Umsetzungskonzept zum Integrationsmanagement
  • Begleitende kommunikative Maßnahmen

1. Integriertes Quartierskonzept und Standortqualifizierung

Gefordert ist die Entwicklung eines integrierten Handlungskonzeptes, dass die Bausteine Unterbringung, Bildung einschließlich Sprach- und Kulturvermittlung, Arbeitsmarkt und Gesundheit sowie ein umfassendes Integrationsmanagement reflektiert und berücksichtigt. Grundsätzlich sollten für Flüchtlingsunterkünfte geeignete Standorte gefunden werden, die eine Integration in Quartiere und unterstützende Netzwerke erlauben und u. a. über eine ausreichende soziale Infrastruktur sowie über eine adäquate ÖPNV-Anbindung verfügen. Hier ist eine systematische Analyse des Standortes vorzunehmen, die vorhandenen Rahmenbedingungen sind kritisch zu würdigen und etwaige bestehende Konzepte sowie vorhandene unterstützende Netzwerke sind zu analysieren. Dabei sind die Kriterien zur Überprüfung der Geeignetheit von Standorten weiter auszuarbeiten und anhand eines konkreten Standortes anzuwenden. Die Dimensionierung dieser Unterkünfte ist mit Blick auf die Vermeidung überforderter Nachbarschaften kritisch zu hinterfragen reps. es sind Vorschläge zu entwickeln, wie diese überwunden werden können.
2. Flexible kostengünstige Wohnkonzepte unter Berücksichtigung des Bestands
Im Rahmen passgenauer städtebaulicher Lösungen sind Nutzungskonzepte, Wohnformen, -größen und -zuschnitte mit plausibel hergeleiteten Bedarfen zu entwickeln. Wie können flexible und kostengünstige Wohnkonzepte gestaltet und in die Bestandsquartiere integriert werden? Wie können – wenn möglich – Bestandsobjekte weiterentwickelt, Freianlagen qualifiziert und kostengünstige Ergänzungsbauten integriert werden? Welche Möglichkeiten der Aneignung werden angeboten? Welche Lösungen sind geeignet, Personen unterschiedlicher Herkunft in die Quartiere und Städte resp. in die Stadtgesellschaften zu integrieren? Erwartet werden Konzepte für kostengünstiges Bauen. Darüber hinaus wird eine Auseinandersetzung mit etwaigen sozio-kulturellen Besonderheiten z.B. hinsichtlich der funktionalen Aufteilung von privaten, halb-öffentlichen und öffentlichen Räumen erwartet. Es gilt adäquate Mindeststandards zu formulieren, die eine weitere Stigmatisierung der Betroffenen vermeidet, aber dennoch wirtschaftlich umsetzbar sind.
3. Vom Umsetzungskonzept zum Integrationsmanagement
Ein zentraler Aspekt der Ausschreibung dieses LEG-Preises ist die Entwicklung eines Umsetzungskonzeptes, das den erforderlichen Prozess zu einem umfassenden Integrationsmanagement vor Ort aufzeigt. In jedem Fall sind sogenannte Maßnahmen mit zu entwickeln, die die Integration der Flüchtlinge in das Quartier und die Stadt fördern. Hier ist die Kommunikation in die Nachbarschaft, die Integration ins Quartier, die Einbindung in bestehende Netzwerke wie Schulen, Sportvereine, Kirchen oder andere Netzwerke überzeugend darzustellen. Wie lassen sich vor Ort die Kräfte bündeln, das Engagement der Ehrenamtlichen einbinden und Formate für eine Kontinuität dieser Arbeit finden?
4. Begleitende kommunikative Maßnahmen
Das Umsetzungskonzept ist ausdrücklich mit geeigneten kommunikativen Maßnahmen zu unterlegen. Welche Lösungen und Formate sind geeignet, wenn es gilt, Personen unterschiedlicher Herkunft in die Quartiere und Städte reps. in die Stadtgesellschaften zu integrieren? Welche begleitenden kommunikativen Maßnahmen sind besonders geeignet, diese Themen und Aufgabenstellungen vor Ort in die Nachbarschaften zu kommunizieren?
Optional möchten wir die Wettbewerbsteilnehmer in diesem Jahr ausdrücklich ermuntern, einen „Medienmix“ zu entwickeln und einzureichen. Neben visuellen Darstellungen auf den geforderten Plänen und der schriftlichen Erläuterung können beispielsweise kurze Videoclips zu Idee und Konzept sowie als Interviews mit Schlüsselakteuren / Beteiligten / Betroffenen wie z.B. Flüchtlingen, Nachbarn und Vertretern der Kommune mit Beteiligten und Betroffenen vor Ort eingereicht werden. Die Clips sollten jeweils 2 Minuten nicht überschreiten und in Summe darf jedes Team maximal Clips von 8 Minuten einreichen. Die besten Clips sollen auf unserer Website zum LEG-Preis veröffentlicht werden.

legtuerkisDie Jury

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Robert Erdmann (Juryvorsitzender)
Vorsitzender des Fördervereins der BVLEG, Geschäftsführer, LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Prof. Elke Pahl-Weber
Geschäftsführende Direktorin, Institut für Stadt- und Regionalplanung, Technische Universität Berlin

Tobias Haag
Projektleiter, IBA Thüringen

Monika Fontaine-Kretschmer
Geschäftsführerin, Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt

Jürgen Katz
Geschäftsführer, LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH

Frank Krätzschmar
Geschäftsführer LEG Thüringen mbH

Franz Meiers
Geschäftsführer, NRW.URBAN GmbH

Klaus von Ohlen
Vertriebsleiter Nord, DSK, Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbh & Co. KG

Theo Winters
Geschäftsführer, S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH

legtuerkisAuslober

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Die Auslober des LEG-Preises wollen Studierende auf das Anforderungsprofil eines modernen Stadtentwicklers vorbereiten. Neben den klassischen stadtplanerischen Kompetenzen soll die Fähigkeit, in ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Zusammenhängen zu denken, geschult werden. Die Auslober sind die Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften, die mit dem LEG-Preis einen Beitrag leisten zur interdisziplinären Qualifizierung und Teamfähigkeit künftiger Stadtentwickler.
Alle zwei Jahre loben die Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften den LEG-Preis aus. Sie bieten mit diesem renommierten Städtebau-Wettbewerb Standorte mit jeweils aktuellen Aufgabenstellungen aus der Praxis der Unternehmen zur Bearbeitung durch die Wettbewerbsteilnehmenden an. Der LEG-Preis richtet sich an die Stadtentwickler der Zukunft – an Studierende der Fachrichtungen Architektur, Stadt- und Raumplanung, Landschafts- und Umweltplanung, Geographie, Soziologie und Immobilienwirtschaft oder verwandter Disziplinen. Die Arbeiten interdisziplinärer Teams sind ausdrücklich erwünscht.
Die Themen wechseln, aber immer geht es im Ergebnis um integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzepte für die aktuellen Aufgaben der Stadtentwicklung. Basierend auf sorgfältigen Markt- und Standortanalysen gilt es, gute städtebauliche Lösungen für die ausgelobten Standorte zu entwickeln.
Nutzen stiften für beide Seiten: Mit der Verantwortung für den Nachwuchs wird auch die Erwartung verknüpft – an innovative und quergedachte Ideen und Konzepte für die jeweiligen Standorte und an einen bestens qualifizierten Nachwuchs für die Branche. Die Wettbewerbsteilnehmenden erhalten umfassende Einblicke in die Komplexität, Vielfalt und große Bandbreite ihres angestrebten Berufsfeldes. Sie können mit ihren Arbeiten einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Bau- und Planungskultur in Deutschland.

leggruen1Flyer

Broschüre zur Preisverleihung

leggruen1Termine

1. Start des Wettbewerbs
1. April 2016

2. Rückfragekolloqien
03./10. Mai 2016
3. Abgabetermin
19. September 2016
4. Jurysitzung
03./04. November 2016
5. Preisverleihung
19. Januar 2017

legtuerkisKontakt

Förderverein der Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften e.V.

Anna Stratmann Axel-Springer-Str. 54b 10117 Berlin
anna.stratmann@bvleg.de
Standortbetreuende Unternehmen

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LEG-Preis 2016 wurde gefördert durch: